Welche Risiken und Kontraindikationen gibt es bei Zahnimplantaten?
Das häufigste Risiko nach einer Implantation ist die Periimplantitis: eine bakterielle Entzündung des Knochens und Weichgewebes rund um das Implantat, vergleichbar mit einer Parodontitis am natürlichen Zahn. Sie entsteht vor allem durch unzureichende Mundhygiene oder das Rauchen. Wenn sie nicht früh erkannt und behandelt wird, baut sie den umgebenden Knochen kontinuierlich ab und kann langfristig zum Verlust des Implantats führen.
Rauchen ist der bedeutendste und gleichzeitig vermeidbarste Risikofaktor bei der Implantatbehandlung. Nikotin beeinträchtigt die Mikrodurchblutung im Kieferknochen, verlangsamt die Wundheilung nach dem Eingriff und erhöht das Infektionsrisiko erheblich. Studien zeigen, dass Implantate bei starken Rauchern häufiger versagen. Dr. Al Morabit empfiehlt Rauchern ausdrücklich, den Konsum vor und nach der Implantation so weit wie möglich einzuschränken oder idealerweise ganz aufzugeben.
Weitere Faktoren, die als relative oder absolute Kontraindikationen gelten: ein schlecht kontrollierter Diabetes mellitus, fortgeschrittene Osteoporose, eine laufende Strahlentherapie im Kiefer- oder Halsbereich sowie die Einnahme bestimmter Medikamente wie Bisphosphonate, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen. Diese Faktoren werden bei der Voruntersuchung systematisch erfragt und individuell bewertet.
Chirurgische Risiken wie Wundinfektionen, vorübergehende Nervenirritationen oder eine leicht ungünstige Implantatposition sind selten, aber möglich und werden nicht beschönigt. Eine sorgfältige digitale Planung auf Basis eines 3D-Scans (DVT) minimiert diese Risiken erheblich und erlaubt eine millimetergenaue Planung der Implantatposition. Vor jedem Eingriff findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt, in dem alle Risiken, Alternativen und realistischen Erwartungen klar und offen besprochen werden.
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