Implantate

Implantat oder Brücke: Was ist die bessere Wahl?

Wenn ein Zahn fehlt und die Nachbarzähne gesund sind, stehen im Wesentlichen zwei festsitzende Optionen zur Wahl: das Einzelimplantat und die klassische Zahnbrücke. Bei einer Brücke werden die beiden benachbarten Zähne auf jeder Seite der Lücke beschliffen, mit Kronen überkront und als Brückenpfeiler genutzt. Das bedeutet einen dauerhaften, oft unnötigen Eingriff in intakte, gesunde Zahnsubstanz, der langfristig eigene Risiken und Folgekosten mit sich bringen kann.

Das Implantat hingegen steht vollkommen eigenständig. Keine Nachbarzähne werden berührt, beschliffen oder geschwächt. Gleichzeitig stimuliert die Titanschraube den Kieferknochen im Bereich der Lücke durch die natürlichen Kaukräfte aktiv, was dem langfristigen Knochenabbau entgegenwirkt. Dieser biologische Vorteil ist bedeutsam: Knochenrückgang nach einem Zahnverlust ist eine häufige Ursache für spätere prothetische Komplikationen und einen veränderten Gesichtsausdruck.

Eine Brücke kann dennoch die sinnvollere Wahl sein, wenn die Nachbarzähne ohnehin mit umfangreichen Restaurationen versorgt werden müssen, wenn das Knochenangebot für ein Implantat nicht ausreicht und ein Aufbau abgelehnt wird, oder wenn medizinische Gründe einen chirurgischen Eingriff ausschließen. In diesen Situationen ist die Brücke eine valide und schnellere Alternative.

Dr. Al Morabit empfiehlt bei jeder Erstberatung das Verfahren, das langfristig am schonendsten und nachhaltigsten für die gesamte Mundsituation des Patienten ist. Weder Implantat noch Brücke ist pauschal überlegen: Die richtige Wahl hängt vom Einzelfall ab. Aktuelle Fotos und das Röntgenbild per WhatsApp einsenden genügt für eine erste ehrliche und unverbindliche Einschätzung.

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